Parkinson
Degeneration der Substantia nigra (melaninhaltige Zellen) mit Verminderung der
Transmittersubstanz Dopamin. die erblichen Formen, auch das Parkinson-Syndrom
unterschiedlicher Ätiologie.
Symptome: ab mittleren Lebensalter langsam fortschreitend Hypo- u. Akinese
(»Pallidumsyndrom«), fehlende Mitbewegungen, kleinschrittiger Gang,
Beugehaltung von Rumpf u. Gliedern, Pro-, Retro- u. Lateropulsion,
charakteristischer Tremor (rhythm. [4–7/Sek.], fein- bis mittelschlägiger
Ruhe- u. Haltungstremor, bei emotionaler Erregung verstärkt, bei
Willkürbewegung gebessert, im Schlaf schwindend; v.a. an Extremitäten, evtl.
als »Pillendrehen«, selten an Zunge, Lippen, Kaumuskeln),
Hypertonie i.S. des Rigor, Mimikarmut (»Maskengesicht«), monotone Sprache,
Mikrographie, evtl. vegetative (Hyperhidrosis, Salbengesicht, Speichelfluß
etc.) u. psych. Veränderungen (depressive Grundstimmung, Apathie, selten
Euphorie, labile oder starre Affektivität, erschwerte Spontaneität u.
Entschlußkraft, verlangsamtes Denken, verarmte Assoziationsfähigkeit).
Vorkommen auch nur halbseitig (»Hemiparkinson«) oder ohne Tremor (»Paralysis
agitans sine agitatione«).
Parkinson-Plus
Parkinson-Syndrom, welches zusätzlich zu den typischen Symptomen noch weitere
Auffälligkeiten zeigt, z.B. neurologische (Pyramidenzeichen, Blickparesen),
psychopathologische (Demenz) o.a. vegetative Symptome (orthostatische
Hypotonie).
Parkinson-Syndrom
Parkinsonismus, hypokinetisch-hypertonisches, extrapyramidales
Pallidum-Syndrom
Sammelbegriff für die Symptomatik der P- Krankheit bei Zerebralsklerose,
Syphilis, nach Trauma, Intoxikation (z.B. CO), Infektionskrankheiten (insbes.
Encephalitis epidemica, oft mit mehrjähr. freiem Intervall), seltener
medikamentös (»Parkinsonoid«, v.a. durch Neuroleptika, Antidepressiva,
Metoclopramid).
Als P.-Trias gelten: Rigor, Tremor, Akinese. – Therapie: medikamentös,
Krankengymnastik, evtl. stereotaktische Op. Die Transplantation fetaler
Nervenzellen ist umstritten u. befindet sich noch im Versuchsstadium.
Link zur
Parkinsonselbsthilfe